perspectiva70

2014 habe ich mit den ersten Versuchen begonnen, eigene Fotografien auf Holz zu übertragen. Begeistert hat mich an dieser Technik, in welcher Weise sich das übertragene Bild auf Holz darstellt. Die Maserung des Holzes und der Übertragungsvorgang lässt ein absolut einzigartiges, nicht identisch reproduzierbares Bild entstehen – und das in 100% Handarbeit.

Da ich durch den benötigten Ausdruck von einem Laserdrucker auf das Format A3 limitiert war, begann die Suche nach einem Druckverfahren, das keine Beschränkungen der Bildergröße aufwies. Als ich meine erste Fotografie auf dem metallischen "Alu-Dibond-Butlerfinish" gesehen habe, war klar, dass die Suche beendet ist. Die gebürstete Aluminium-Oberfläche verleiht jedem Bild eine ganz eigene Wirkung und je nach Lichteinfall und Blickwinkel verändert sich diese. Dies war die Alternative, um meine Fotografien in großen Formaten und mit einem anderen Design zu präsentieren.

Ich habe schon immer gern fotografiert, aber von dem Zeitpunkt an, als ich begonnen habe, meine Bilder auf Holz zu übertragen, ergaben sich viele neue Ideen und Möglichkeiten, so dass ich mich auch technisch mit der Fotografie mehr auseinander gesetzt habe. Ich sehe fast immer schon das fertige Bild, bevor ich die Kamera auslöse. Aber wer selbst fotografiert, der weiß, dass die Vorstellung oft nicht mit dem fotografierten Motiv übereinstimmt. Doch manchmal eben schon, und das sind die Bilder, die einen selber begeistern! Deshalb lohnt sich der ganze Aufwand und darum ist die Motivation so groß, immer wieder etwas Neues auszuprobieren und sich weiter zu entwickeln. "Das Motiv muss den Fotografen finden und nicht umgekehrt."

Dank der guten Resonanz wächst mein "kleines" Projekt immer weiter, dabei bin ich völlig ohne Erwartungen oder einen Plan gestartet. Zwischenzeitlich ist aus dem anfänglichen "Ich" ein "Wir" geworden.

Ich bin sehr gespannt, wo mich diese Reise noch hinführt – und freue mich über jeden, der Anteil nimmt.

Um der oft gestellten Frage vorweg zu greifen – wie kommt die Möwe zu "perspectiva70"?
Eine Möwe, sitzend auf einem roten Pfahl vor der Skyline von New York, war das erste Motiv, das ich auf Holz übertragen habe.

Worum geht es in der Fotografie, wenn nicht um die Perspektive? Es war klar, dass sich dieser Aspekt in meinem Namen niederschlagen sollte. Deshalb habe ich das lateinische "(ars) perspectiva" gewählt, was soviel bedeutet wie "die Kunst des Sehens" in der räumlichen Darstellung.
Das Simpelste zum Schluss; die Zahl "70" spiegelt mein Geburtsjahr wider.

Nun sitzt die Möwe auf der Skyline, bestehend aus den wichtigsten Daten von perspectiva70.